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Deus Ex Machina - Blog von Don Alphonso - WELT

- ADVANCE ist das elektronische Soloproject von Tom Perrett. Durch eine große Bandbreite von Inspirationen wie Ludovico Einaudi, John Murphy. Er gilt als einer bekanntesten deutschen Internet-Blogger. Er schreibt für die FAZ und das dort publizierte Blog»Deus ex Machina«. Sein Thema ist das Internet. Deus ex Machina - Nachrichten, aktuelle Informationen und News.

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Jedenfalls gab es einmal eine Abtei, die einen besonders guten Wein unter einem besonders guten Abt kelterte. Die Abtei hatte die besten Weinberge und Abnehmer in höchsten Kreisen, aber das war nicht alles: War der Wein gepresst und in Fässer gefüllt, zerschnitt der Abt seine alten Stiefel und warf die Stücke in die Fässer.

Eines Tages starb er, und sein strenger Nachfolger beendete diese Tradition sofort. Jahrelang versuchte das Kloster mit allen Mitteln, die Qualität zu steigern, aber es gelang nicht.

Irgendwann schlich der mürbe gewordene neue Abt in das Gewölbe und setzte wieder zerschnittene Stiefel zu — und siehe, es wurde besser. Aber nie mehr so gut wie früher.

Ich erzähle das, weil die Gegenwart ganz ähnlich ist: Es gab einige sehr freundliche Angebote zur Fortführung des Blogs bei anderen Medien, allerdings oft unter dem Hinweis, man hätte gern die Texte, aber nicht die Kommentare.

Im Prinzip wäre das eine Gelddruckmaschine: Bei meinen Blogs sind die Texte selbst die geringste Arbeit, selbst wenn ich nicht stehle.

Es ist eine Frage der Mentalität, was man als Journalist machen will: Sieht man sich als Verkünder, kann man die Kommentare ganz schliessen oder nur jene durchlassen, von denen man denkt, sie wären anspruchsvoll genug.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Kommentare am Tag sind das Maximum, das man wirklich betreuen kann. Insofern verstehe ich es, wenn manche Redaktionen inzwischen sagen, sie verzichten ganz auf die Kommentare, Und ich denke auch, dass es wenig Sinn macht, Kommentare zu haben, die nicht wenigstens ab und zu vom Verfasser des Textes betreut und beantwortet werden.

Die Stellung des Autors ist privilegiert, man bricht sich keinen Zacken aus der Krone, wenn man selbst in den Ring steigt oder, was häufiger ist, danke für das Lob sagt.

Natürlich gibt es auch Kommentatoren, die, für sich betrachtet, keine reine Freude sind, aber ich denke, man muss das ganzheitlich sehen.

Fleisch hat Fettes und Mageres, im Stollen sind Zitronat und Nüsse, ich habe hier gerade Feigen-Panforte gekauft, obwohl Mandeln drin sind… so ist das das auch mit den Kommentaren, Nicht jede Zutat muss für sich alleine schmecken.

Es kann auch nicht jeder gleich schlau sein. Wenn man es aber gut macht, wenn man gut miteinander umgeht, kann das Niveau schon recht ansprechend sein.

Besonders in einer Zeit, in der abweichende Meinungen gern mal dem Shitstorm, siehe Tellkamp, oder der Entlassung, man denke an Thomas Fischer bei der Zeit, zum Opfer fallen.

Es ist kein Wunder, dass die SZ nicht nur die Kommentare geschlossen hat und jetzt betreutes Diskutieren über vorgegebene Themen anbietet.

Leute, die ich dort kenne, und die nicht auf der Linie der Redaktion und der jüngeren Radikalen liegen, erzählen mir, dass sie gewisse Themen nicht mehr vorschlagen, weil klar ist, dass man sich damit keine Freunde macht.

Das Spektrum der Meinungen wird ja nicht anders. Medien geben nur einen gewissen Bereich auf, das Publikum ermächtigt sich in Kommentaren, das Spektrum abzubilden.

Dabei ist die Debatte eigentlich eine gute Sache, auch wenn es für manchen Redakteur keine reine Freude sein mag, sich mit den Mobs, die da teilweise auf allen Seiten auch unterwegs sind, zu beschäftigen.

Ich mache diese Arbeit jetzt schon ziemlich lange und kenne noch ene Zeit vor 20 Jahren, da war man überwältigt, wenn sich fünf Leute nach einem Beitrag meldeten.

Es ist nun mal nicht mehr so, dass man Teil einer Zeitung ist, und, egal wie gut oder schlecht man arbeitet, mitgekauft wird. Für die einen Kollegen in meinem Alter wäre die Entlassung das Ende, ich sitze hier und muss immer noch freundliche Absagen schreiben.

Auch an Medien, die nicht im Verdacht stehen, jemanden wie mich haben zu wollen: Ich nehme aus dem Gesprächen mit den Verantwortlichen mit, dass die Notwendigkeit der thematischen Stiefelschnitzel im Wein durchaus verstanden wird, man hat nur Probleme, dafür eine passende Stiefelmarke zu finden.

Aber wenn um Kommentare und deren Freischaltung geht, die leider oft als der Dreck erachtet werden, der solchen Stiefeln anhaftet: Da ist man dann doch meistens ziemlich vorsichtig und reserviert.

Ma will gute Zahlen, aber keinen Ärger. Man möchte Debatten, aber keine harte Kritik. Man will den Wein zum Preis des Wassers.

Das ist menschlich nachvollziehbar, aber ich denke, wer einen menschlichen Job will, hat im Journalismus, der noch kommen wird, wenig verloren.

Das war früher vielleicht anders, aber die Medienkrise und das Internet sind nun mal keine Streichelzoos. Am Ende muss es wieder Menschen geben, die sagen: Ja, aus diesem und jenem Grund bin ich bereit, für diese Leistung auch im Netz zu zahlen, und wenn es für die Kommentare und diesen speziellen Autor ist, dann finde ich das gut.

Alles andere führt in den Abgrund der von Reichen als Machtmittel gekauften Presse, der in Amerika und der Türkei sichtbar wird.

Natürlich ist auch eine zu enge Leser-Autoren-Bildung nicht ohne Risiko, und der Gedanke, für Geld der Leser direkt zu schreiben, ist in meinen Augen nicht schön: Ich hasse bekanntlich alle Menschen gleich und glaube nicht, dass der normale Leser für Unangenehmes empfänglicher als der normale Lokalpolitiker ist.

Will man so etwas beruflich machen, ist ein dazwischen geschaltetes Medium meines Erachtens immer noch die beste aller möglichen Welten — mag sein, dass ich da in zwanzig Jahren auch anders denke, denn wenn mir vor 20 Jahren jemand erzählt hätte, ich würde heute zwei recht erfolgreiche Blogs zu einem anderen Medium transferieren, inmitten einer öffentlichen Debatte um meine Person und einer sensationellen Menge der Hilfsbereitschaft — ich hätte das nie geglaubt.

Ich mag das, und es ist etwas schade, dass zumindest in Deutschland momentan eher gebremst wird. Der eigentliche Punkt ist: Inzwischen ist so gut wie jeder im Internet.

Was man als Kunden bekommen kann, hat man, und der Aufwand, der für weitere Zugewinne an Klicks getrieben werden muss, ist immens und führt oft in die Abhängigkeit von Google und Facebook.

In einem System, in der so viel für die Gewinnung von Lesern getan wird, muss man sich auch überlegen, wie man die Leser halten kann. Agenturmeldungen und verrammelte Kommentarmöglichkeiten sind da sicher nicht hilfreich, und bei der Entwicklung eines Mediums als eine Art Heimat im digitalen Raum wird man mit Schweigezwängen nicht bestehen.

Ich hoffe, ich konnte da zusammen mit den Gastautoren in den letzten Jahren ein Gegenmodell anbieten, den Lesern zum Genuss und den Kommentatoren zum erfreulichen Austausch.

Ich bedanke mich bei Frank Schirrmacher, der das alles möglich gemacht hat, und bei den Kollegen Mathias Müller von Blumencron und Michael Hanfeld, deren vollkommen berechtigtes Zähneknirschen bei manchem frechen Beitrag und abseitiger Bemerkung nicht ungehört blieb, und die mir eine grossartige Hilfe waren.

Es war eine phantastisch Zeit, und ich wäre dankbar, den ein oder anderen demnächst an einem anderen Ort wieder als Leser und Kommentator begrüssen zu dürfen.

Diesmal bleiben Kommentare leider unbeantwortet — meine Tätigkeit. Oiso, irgendwie und sowieso is des scho so a Sach, wos da Seehofa da so mim Islahm gsogd hod, wei mia Bayan ned woah, mia Bayan san wann iwahaubs im finfdn Joahundad Anno Domini vo den Behman ind Brovinds Rädsia vo de Remma ganga und hom a neamnands ned im rehmischn Senahd grofgd ob mia do mid da Frienhain-Brestowitsche Guitur einebassn, und schaugsd wos aus uns gwoan is, as schehnste Fleggal Ördn mid de besdn Leid wos iwahaubds gibt ned woah, owa de Slawan, de Schlawinah, drom in Beahlin, de worn no nia ned woandserd und schaugsd es Eich nua grod oh.

Das ist Bayerisch und heisst auf Deutsch, dass man schon einmal, historisch betrachtet, nach Horst Seehofers grundsätzlicher Berechtigung für sein Urteil über den Islam fragen sollte, ist der Volksstamm, aus dem er und wohl zum Teil auch ich stammen, doch selbst im 5.

Jahrhundert aus dem böhmischen Raum in Form der Friedenhain-Prestovice-Gruppe eingewandert, ohne vorher einen förmlichen Antrag bei den verbliebenen Restromanen zu stellen — mit im Vergleich durchaus beachtlichen Resultaten.

Das da oben habe ich so aufgeschrieben, weil ich es mitunter in meiner bayerischen Heimat tatsächlich so sage, und da gibt es Orte, da tragen alle, wirklich alle Tracht und alle kennen Sie die Nummer der Rosi , und genauso, ich habe es selbst gesehen, stehen sie am Ende der Rede des Herr Söder auf und intonieren die bayerische Nationalhymne: Gott mit Dir, Du Land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland… Würde ich das in Berlin niederschreiben, müsste ich nachher mal überprüfen, ob mein Auto schon angezündet wurde, aber hier bin ich bayerischer Mensch, hier darf ich sein, und auch, wenn ich da nicht mitsinge — ich singe ganz grässlich, es ist eine Gnade, wenn ich den Mund halte — so darf ich doch mit meiner differenzierten Haltung sein.

Tatsächlich bin auch ich der Meinung, dass nicht jede Migration schlecht ist: Es hängt halt von der Bereitschaft zur Integration und Mitwirkung im allgemein gewünschten Rahmen ab.

Andere wegen ihrer Religion ausgrenzen: Das hat man in Mitteleuropa nach den Religionskriegen zwischen Papisten und Ketzern weitgehend eingestellt, aber von meinem Wohnhaus aus wurde Jahre brutale Gegenreformation betrieben: Das war Jahre zu lang.

Ich bin nicht erpicht auf eine Monokultur der Meinungen in der öffentliche Debatte. Deshalb beginne ich solche Gespräche öfters mal mit halbironischen Ablenkungen.

Das tut keinem weh und mit einem Lächeln diskutiert es sich leichter. Dafür gab es in den letzten Jahren einiges an Empörung im Netz, wenn ich nicht ganz nett über radikalen Genderismus schrieb, und meine diesbezüglichen Aussagen werden oft, sehr oft, mit gerade irrwitziger Nachdrücklichkeit gemeldet.

Weniger in der Zeitung, da müsste man ja mit seinem Namen einstehen, aber bei Twitter, wo man dank NetzDG anonym wie bei der Heiligen Inquisition denunzieren kann.

Es gibt Leute, die richtiggehend dazu aufrufen, mich zu melden und auf diese Weise aus Twitter zu entfernen, und ein paar von denen, die in mir eine zu beseitigende Gefahr sehen, der die Plattformen entzogen werden müssen, auf dass ich allenfalls im Biergarten so etwas wie da oben sagen kann — genau diese Leute beschweren sich nun lauthals, wenn Seehofer im Kern das gleiche sagt: Der Muslim kann im Land bleiben, seine religiöse Überzeugung hat aber mit dem Land und seinen Traditionen und Werten nichts zu tun.

Nun ist es fraglos eher so, dass ich im realen Leben Auffassungen vertrete, die lediglich bei Twitter und dortselbst den deutschen Meinungsführern wie Stefan Niggemeier und Jan Böhmer-mann Böhme!

Wahrscheinlich auch ein entlaufener Bayer! Seehofer kann sich bei seiner Auffassung darauf verlassen, dass zumindest in allen Altersschichten und Regionen die Menschen mehr zu seiner Einschätzung neigen.

Aber es ist absehbar, dass nach weniger die ersten sofort fordern würden, jetzt sofort meinen Account und meine Blogs dicht zu machen.

Eine laute Minderheit schickt sich an zu definieren, was in einer Art öffentlichen Raum gesagt werden kann, und was nicht, und welche Einstellung durch den Verlust von Verbreitungsmöglichkeiten zu bestrafen ist.

So, wie bei uns bis in die 60er Jahre Leute tatsächlich noch aus den Wirtshäusern geworfen wurden, wenn sie am Stammtisch in die falsche Richtung politisierten.

Oder wie man bei uns noch in der Schülerzeitung mit der Vorzensur durch den Direktor Probleme bekommen konnte. Es geht da nicht nur um den Einzelnen, sondern um Meilensteine auf dem Weg zur bereinigten Plattform.

Ich höre das übrigens gerade auch von einer Veranstaltung über gute Ernährung: Da hat ein Teilnehmer früher einmal etwas Kritisches zum Thema Klimawandel geschrieben.

Klimawandel ist nicht das Thema der Veranstaltung, und trotzdem versucht jetzt eine Gruppe, den Abweichler hinaus zu drängen. Es reicht nicht mehr, grosso mono am gleichen Ziel zu arbeiten: Man muss in allen Konsequenzen die richtige, wahre Einstellung haben.

Dass so ein Verhalten vielleicht abschreckend ist, spielt keine Rolle: Hegemonie lebt nun mal von Ausgrenzung der anderen.

Für Seehofer gehört nicht die Religion, aber immerhin noch der Mensch zu Deutschland. Das ist nach meinem Erlebnis schon eine Stufe toleranter als das, was ich im Netz der letzten Jahre miterlebt habe.

Da gibt es diese Form der Differenzierung gar nicht mehr, das Ziel ist der Mensch mit seiner Existenz, der nur noch als Kohlenstoffbasis einer Meinung gesehen wird.

Das mag im Netz schlichtweg eine Folge der begrenzten Kommunikationsmöglichkeiten sein, zusätzlich erschwert durch den Umstand, dass alles Private und Persönliche inzwischen zusätzliche Angriffsflächen bietet.

Man lernt schnell, das Profil niedrig zu halten und wenig Zielfläche zu bieten, weil schon der kleinste Ausrutscher unabsehbare Folgen haben kann.

Es ist, historisch gesehen schon etwas bitter, und noch übler als das Vergessen um die Einwanderung der Bajuwaren im frühen Mittelalter, dass solche Einstellungen in einer Welt der Reisefreiheit und des Verschwindens der Glaubensideologien gerade wieder eine Renaissance erleben.

Das hat bei den Büchern der Gegenreformation auch eine Weile funktioniert, weil Bücher ohne diesen Eintrag nicht verbreitet werden durften.

Der Entzug von Plattformen ist eine uralte Idee, man sollte das Bemühen mit einem uralten Hashtag sichtbar machen, damit jedem Betrachter klar ist: Das freie Netz, das ist hier nicht erwünscht.

So schnell kann es gehen: Man wird auf eine Podiumsdiskussion eingeladen, vertritt die eine Meinung mit einer gewissen Klarheit des Wortes — und dann werden ein paar Sätze per Twitter aus dem Saal ins Internet verbreitet, dort von diversen Journalisten aufgegriffen, eine Gruppe von Leuten, die sich gern empört, empört sich, ein überforderter Verlag wird angegriffen und der sagt etwas weniger Schlaues.

Fertig ist der Literaturskandal um Uwe Tellkamp und seine eigentlich nicht wirklich drastischen Aussagen, befeuert von einem Internet , das gar nicht dabei war.

Aber so eine Gelegenheit, einen Literaten als Rechten und Sympathisanten von falschen Meinungen vorzuführen, kann man sich nicht entgehen lassen.

Die spannende Frage ist, ob das überhaupt etwas bringt. Eine gültige Antwort dafür wird erst in der Zukunft zu finden sein, und natürlich werden die Empörten glauben, einen wichtigen Beitrag zur richtigen Einstellung des Volkes zu leisten, das um diese moralische Orientierung bittet.

Ich bin mir da nicht so ganz sicher, und das liegt an meinem Wohnsitz nahe der Grenze zu Österreich. Aber dann spielte den Grünen das Glück und der Zufall in die Hände.

Nicht nur Rechtsrock mit Anspielungen, sondern wirklich übelstes, antisemitisches Zeug mit Befürwortung von Völkermord.

Es gab eine riesige Empörung, Kandidaten und Mitarbeiter der FPÖ mussten zurücktreten, und der Parteichef Strache sah sich gezwungen, sich öffentlich — und unter Protest vieler Burschenschaftler — von diesen irren Einstellungen zu distanzieren.

Im Gegensatz zur deutschen Tellkamp- Empörung hatte man da jetzt echte, böse, kriminelle Nazitexte.

Daraufhin war allen klar, dass die FPÖ doch superböse ist, wie das immer von Linken behauptet wurde und die Grünen gewannen dank ihrer Standhaftigkeit gegen Rechts haushoch die anstehenden Wahlen in Tirol und Kärnten, während die FPÖ vom Wahlvolk wegen der Nazilieder auf den Müllhaufen der Geschichte — äh, nun, nicht wirklich, es ging anders und für viele deutsche Beobachter vermutlich auch überraschend aus.

Und in Kärnten flogen sie ganz aus dem Parlament, runter von 12 auf 3 Prozent. Und jetzt konnten sie wirklich zeigen, dass sie immer recht hatten — und wurden trotzdem brutal abgestraft.

Die Empörung hat ihnen nichts, gar nichts geholfen. Ich denke, der echte Naziskandal hat nichts gebracht, weil es in Österreich solche Tellkamp-Empörungen auch schon lange gibt.

Seit über 10 Jahren wird bei vielen kleineren Anlässen ebenfalls vor rechten Umtrieben gewarnt und zum Totalboykott aufgerufen.

Was bei den Burschenschaften gefunden wurde, war eindeutig, aber für Empörung reichten auch schon weitaus weniger klare Fälle. Und diese Empörung richtete sich gegen alle, die nicht den Vorstellungen der progressiven Kreise in Wien, Innsbruck, Berlin, Hamburg, Graz entsprachen, egal wie beliebt und populär sie jenseits der empörungstonangebenden Kreise sind.

Beispiele gibt für Gesinnungsprüferei es genug. Wild darf man nicht hören, sie müssen ausgeschlossen werden, ihre Konzerte müssen verhindert werden, weil es angeblich Rechtsrock ist und sie von Heimat singen.

Das ist eine stehende Beurteilung seit vielen Jahren, die den Erfolg nicht schmälern kann: Bei mir daheim am Achensee, am Tegernsee und im Altmühltal fahren haufenweise tiefer gelegte VWs mit Frei.

Niemand zündet deshalb diese Autos wegen Neonaziverdacht an. Das ist hier Teil der Populärkultur. So weit muss man es als Kulturphänomen aus dem Zillertal erst einmal bringen.

Man übersieht dabei in der Beurteilung leicht, was für eine Sprengkraft die unterschiedlichen kulturellen Einstellungen der alpinen Urlaubsgäste aus dem Orient mit sich bringen, und wie gut derartige Lieder bei denen ankommen, die sich überfremdet fühlen.

Für den deutschen Kulturberichterstatter sind de Buam tumbe, volkstümliche Toren ohne Geschmack, die rechte Einstellungen bedienen.

Dort sind sie Helden. Der Musiker Andreas Gabalier hat eine eher traditionelle Vorstellung von Gleichberechtigung, die ihm zwar nicht seine weiblichen Fans übel nehmen.

Aber sehr wohl der Standard in Wien und in der Folge auch die deutschen Nachrichtenseiten: Gabalier gilt Linken mit seiner Mischung aus Pop und Volksmusik als einer, der den Macho-Soundtrack der neuen FPÖ-Buberlpartie komponieren soll, weshalb es richtig ist, ihn zu beschimpfen.

Aus dem Weltrekordspringer ist in der öffentlichen Darstellung ein übler Sexist geworden , während seine Gegnerin von den Medien gefeiert wird.

Zur Popgruppe Wanda gibt es einen Beitrag der Autorin Stefanie Sargnagel in der SZ, der nachhaltig dafür sorgte, dass die eher apolitische Gruppe von Feministinnen inzwischen als rechts und als Soft-Sexismus gebrandmarkt wird.

Die Aussage, man glaube nicht, dass man mit einem 3-Minuten-Lied die Welt verändern könnte, und der Videoauftritt der bei Feministinnen umstrittenen Autorin Ronja von Rönne reichen aus, um Wanda als zumindest nicht ausreichend linientreu zu beurteilen.

Und wenn Stefanie Sargnagel mal wieder andere unflätig beschimpft und dafür mit einer Sperre in sozialen Medien die Quittung bekommt, findet die gleichen Medien, die Netzwerke sollten sich nicht so haben und bittschön nur die Richtigen sperren.

Da halte ich dann fast immer meinen Mund, denn es ist ja nicht meine Musik und auch nicht mein Konflikt. Ich habe ganz andere Interessen, die weitgehend systemkonform mit der Hochkultur sind.

Man kann mit mir besser über Formenentwicklung des Porzellans vom Rokoko bis zum Historismus reden. Gewonnen haben die Politiker, deren Wähler Frei.

Wild und Gabalier hören, und Baumgartner bewundern. Weil man wie Tellkamp natürlich alles sagen darf, es gibt kein Sprechverbot, und danach fallen die Empörten eben über sie her.

Wie auch schon bei Wanda, Gabalier, den Ursprung Buam. Baumgartner, bei all den anderen jungen, adrett aussehenden, volksnahen Männer aus dem Bergland, die sich nicht konform äussern.

Ich habe meistens den Mund gehalten, denn warum sollte ich mich für die Ursprung Buam engagieren, oder für die Südtiroler, denen ihr Land heilig ist.

Ich bin da nicht so, ich verstehe nur, warum die so sind, und finde, man kann es auch so sehen, wie die das tun, oder auch anders.

Es gibt nicht die eine wahre Einstellung, Es ist kein Verbrechen, zur Staatsangehörigkeit der Südtiroler oder zu den Beinen von Modellen eine andere Meinung zu haben.

Das sind Leute mit einem anderen Dialekt, anderen Einstellungen zur Heimat, und denen singt in Berlin Kreuzberg keiner ein Lied über ihre Befindlichkeiten.

Also machen sie es selbst. In Wien und in Deutschland hat man das belächelt und nur darauf gewartet, dass einer von denen etwas Dummes sagt, um ihn in den braunen Sumpf zu planieren.

Das Böse kommt seit Hitler immer aus Österreich, und es waren leichte Gegner. Aber halt Gegner, die etwas sangen und sagten, was viele andere mochten.

Kurz und Strache war es egal, was man in den Elfenbeintürmen dachte. Die mussten diese junge, männliche Klientel mitsamt seinen nicht in die Medienwelt passenden Einstellungen und Werten nur noch ansprechen, sie bestätigen und einsammeln.

Diese Leute stehen jetzt trotz der diversen Skandale zu ihnen. Man hat weiten Teilen der österreichischen Gesellschaft die gesamte Populärkultur bis hin zu Leuten, die bei Flüchtlingskonzerten auftreten, mit Verdachts- und Unterstellungsberichterstattung zu verleiden versucht.

Auf den Heckscheiben bei uns steht trotzdem Frei. Die tonangebenden Medien wollen diese fremde Welt nicht verstehen und nach ihren eigenen Regeln einordnen, und diese fremde Welt lächelt in Person von Herrn Kurz konziliant in Talkshows, weil es mehr Frei.

Wild-Aufkleber als Schauspielintendanten gibt, und in der Demokratie nicht die Retweets bei Twitter, sondern die Mehrheit entscheidet.

Diese Mehrheit hat jetzt in Kärnten und Tirol wieder gehört, dass es ganz schrecklich rechte Lieder gibt, und das so an sich abprallen lassen, wie schon in all den Jahren und Kampagnen davor — selbst wenn es diesmal echte Nazilieder waren.

Und die Grünen fliegen mit ihren Vorwürfen aus den Parlamenten. Weil das die anderen erst zusammen bringt. In Östereich wurde das so weit getrieben, dass die Empörten die Parlamente verlassen müssen, und es nicht einmal mehr eine nennenswerte Protestbewegung gegen die Regierung gibt.

Aus meiner Sicht am Rande des Berglandes ist die Bestätigung von Glavinic durch die Wahlen eine klare Warnung, aber was weiss ich schon. Über Tellkamp urteilen andere ähnlich wie über Glavinic und freuen sich schon, dass er in Zukunft bei Auftritten Ärger und Streit mit Aktivisten bekommen wird, die böse Sachen über ihn sagen.

Ich mag es, wenn Deutsche ihre italienische Seite entdecken. Als Nebenwohnortsitaliener versöhnt mich eine offen zur schau getragene Italianita auch mit dem schlimmsten deutschen Winterwetter, und es freut mich natürlich, wenn Deutsche so findig sind, wenn es um das Herumwuseln um Probleme geht.

Das drohende Dieselfahrverbot ist so eine Sache: Kaum hatte die Polizei im besonders stickoxidbelasteten Stuttgart erklärt, sie könnte unmöglich ein Fahrverbot für Diesel überprüfen, kamen hier im Blog auch schon erste Ideen des kreativen Umgangs mit ehernen Gerichtsentscheidungen : Man könnte am Heck des Fahrzeugs ein anderes Typenschild montieren, etwa ein schlichtes statt eines TDI, und schon erscheint der Diesel als Benziner — akustisch ist da ohnehin kaum ein Unterschied mehr zu erkennen.

Das macht doch nichts, das merkt doch keiner. Und wenn das jeder macht, ist der Staat machtlos. Das macht jeder so, das fällt keinem auf. Und wie es der Zufall will, lebe ich desöfteren im schönen Mantua, durch das man früher nach Belieben fahren konnte.

Das ist gut 20 Jahre her, und dann entschied man sich, dem Vorbild von Ferrara zu folgen, und die Innenstadt vom Durchgangsverkehr zu befreien. Wie früher üblich, wurde das mit versenkbaren Pollern gemacht: Wer in die Stadt durfte, hatte einen Infrarotsender, um den Poller zu versenken.

Oder, wie mir das einmal bei der Hatz hoch zur Citta Alta in Bergamo passiert ist, das macht doch nichts, das merkt doch keiner, hinter einem Einwohner noch schnell über den aufsteigenden Poller durchhuschen.

So eine Lösung taugt für eine kleine Altstadt, in der ohnehin nicht viele Autobesitzer wohnen, und hat viele Nachteile: Behinderte können nicht zum Arzt, Hotels können nicht direkt von Touristen angesteuert werden, der Lieferverkehr sorgt an den Pollern am Morgen für Staus, zu viele deutsche Touristen mit Italienkomplex halten sich für Wahlitaliener und brausen noch schnell durch, solange es geht.

Das System war starr, unflexibel, erlaubte keine Ausnahmen, und war Stand der Technik der mittleren 90er Jahre. Wer einen Schlüssel wollte, musste einen beantragen, wer ihn verlor, hatte ein Problem, und das alles war kompliziert und teuer in der Verwaltung.

Wer italienische Beamte kennt: Sie sind nicht wirklich Freunde komplexer Arbeitsvorgänge, die viel Zeit in Anspruch nehmen. Denn man muss sich so eine ZTL wie eine permanente Verbotszone vorstellen, in die nur gewisse Fahrzeuge fahren dürfen.

Unterschieden wird nicht anhand des Brennstoffs in den Motoren, sondern nach Bedürfnissen: Rein darf mit Verbrennungsmotor lediglich, wer innerhalb der Zone wohnt, drinnen in einem Hotel wohnt, den Markt beliefert, Geschäfte versorgt, nicht anders einen Arzt aufsuchen kann, medizinische Notfälle versorgt, den Müll abholt, und so weiter und so fort — also jeder, der in der Stadt wirklich etwas Sinnvolles zu tun hat, oder darin wohnt.

Oder, wie ich das immer mache, mit dem Rad fahren, wenn ich in Cittadella auf der anderen Seite des Sees von Mantua wohne, daher macht mir das nichts, das merkt in Cittadella keiner.

Letztes Jahr musste ich wegen einiger Verwicklungen aber einige Zeit eine Wohnung innerhalb der ZTL buchen, und natürlich auch mit dem Auto hinein fahren.

Dieses Bild wird automatisch digital mit einer Erkennung des Nummernschilds verarbeitet. Mai, um Es gleicht das Nummernschild mit der Datenbank der für die ZTL zugelassenen Fahrzeuge ab und ahnt, dass ich im Glauben, das sei Italien, das mache doch sicher nichts, das merke doch keiner, verbotenerweise die vielen Schilder mit dem Befahrverbot ignoriert habe.

Wenn vor mir Antonio della Viamala als Anwohner sein Fahrzeug in die gleiche Zone gesteuert hat, macht das System ebenso ein Bild, gleicht es mit der Datenbank ab, und vergisst es sofort wieder, wenn es das passende Nummernschild gefunden hat.

Nun bin ich also drin, aber möglicherweise habe ich ja einen guten Grund dafür — nämlich eine entzückende Mietwohnung, von der aus ich die Geschäfte der Stadt bereichere.

Das sieht dann so aus, dass der Vermieter sich ebenfalls mein Autokennzeichen und den Typ des Fahrzeugs notiert, mir für die Dauer des Aufenthalts eine Lizenz für die ZTL ausfertigt, und das online bei der Stadt über ein Internetformular meldet.

Dann bekäme ich, ebenfalls vollautomatisch durch den EU-Abgleich, jene saftige Rechnung, die ich auch ohne Meldung beim Hotel bekäme.

Mantua ist ziemlich penibel, Ravenna hat ein ganz ähnliches System, das aber dem Vernehmen nach aber deutlich toleranter sein soll.

Das ganze System besteht nur aus Kameras, einer Bildanalyse und einer Datenbank, in die neben den festen Nummern von Geschäftsleuten flexibel weitere Nummern eingetragen werden können — und einem Strafsystem, das garantiert etwas macht, das jeder bemerkt, selbst wenn er nach Deutschland entkommen sollte..

Es wäre überhaupt kein Problem, so ein System auf stark befahrene Strassen und Motortypen umzurüsten. Die Kameras müssten die aufgenommenen Nummern nur mit dem Zulassungsverzeichnis abgleichen, aber was tut man nicht alles für die saubere Luft.

Die Kennzeichen, die zu Autos mit den theoretisch erträglichen Schadstoffmengen gehören, wie mein in der Stadt schnell mal 17 Liter saufender 3,5Liter-V6 mit PS, dürften dann straffrei fahren, während die verpeilte Oma mit ihrem Fiesta 1,2D mit 54 PS und Minimalrente eine satte Strafe bekommt, dass sie sich einen Monat kein Essen mehr leisten kann.

So ist das eben, wenn man flächendeckend Überwachung einführt und Bürger automatisch kontrolliert. Danach diskutieren urbane Hipster von sich aus gern die Anhebung der Grenzwerte auf längerfristige Mittelwerte und über das Verbot der Deutschen Umwelthilfe, aber das ist nur meine private Meinung und jedes Volk bekommt die Regierung und ihre Privilegierten, gegen die es nicht auf die Barrikaden geht.

Aber prinzipiell ist es natürlich möglich, Zonen mit Verkehrsbegrenzung auszuweisen und mit Zugriff auf die Zulassungen zu überwachen: Wer sich korrekt verhält — ich brauche 2,3 Sekunden auf Tempo 50 mit enormer Geräuschprachtentfaltung bei UpM — wird zwar abgelichtet, aber auch gleich wieder vergessen.

Überwacht werden nur die Sünder mit Diesel, die aber total. Das System gibt es, es ist technisch ausgereift, es ist ausreichend flexibel, wenn die Mille Miglia durch die Stadt röhrt und Öl verspritzt, und stellt keinerlei Behinderung des Verkehrs dar.

Wer sich nun wundert, warum die Polizei sagt, sie könnte das alles gar nicht überwachen, obwohl es technisch viel einfacher zu machen wäre, kennt lediglich die frühere Debatte nicht.

Tatsächlich hat sich das grüne Verkehrsministerium in Baden-Württemberg wirklich überlegt, so ein System im Falle von Fahrverboten anzuschaffen.

Die Folge war ein Aufschrei angesichts der datenschutzrechtlichen Konsequenzen und der faktischen Totalüberwachung des Verkehrs.

Das Ministerium ruderte danach schnell zurück, aber heute stellt sich die Frage erneut und dringlicher denn je.

Das unreflektierte Mitkreischen der Medien wird unter Vorzeigung der gepeinigten Kinderlungen in den gentrifizierten Stadtteilen nach meinem Empfinden für den nötigen Stimmungsumschwung sorgen und eine Überwachung erlauben, die noch ein Skandal gewesen wäre.

Der Dieselmörder steht da in einer Sündenbocklinie mit dem Pornokonsumenten, der etwas Illegales sehen könnte, und dem Netzteilnehmer, der eine juristisch schwammige Hatespeech begeht.

Selbstverständlich wird durch den Aufbau einer kompletten Kontrollinfrastruktur auf der anderen Seite kein Stadtbewohner aufgehalten, seine Karre in die Provinz zu bewegen und dort die Luft mit jenen Abgasen zu verpesten, die er daheim nicht haben will.

In den italienischen ZTLs geht es vorrangig um das Gemeingut der Konservierung von historischen Bausubstanz eines Weltkulturerbes, in Deutschland dagegen um eine privilegierte Gruppe, die mit Überwachung von den Nachteilen ihrer zentrumsnahen Wohnlage befreit werden will, während sie selbst innerhalb ihrer Wohnbereiche selbst oft, zu oft, das Auto benutzt.

Die ZTL der italienischen Städte reduziert jeden Verkehr auf das absolute Minimum und ist nur ein durchdachtes Instrument unter vielen, um eine lebenswerte Stadt zu erschaffen.

Die überwachten Dieselverbote dagegen werden lediglich bestimmte Gruppen benachteiligen, ohne die Städte grundsätzlich zu verbessern.

Mit der permamenten Kontrollinfrastruktur der Kameras, den Datenbanken und einem Meinungsumschwung in der Bevölkerung geht das.

Es wäre die Zeit für eine entspannte und lebensbejahende Radfahrdebatte. Statt dessen werden wir über orwellsche Kameras und Totalüberwachung reden müssen, weil die deutschen Verbotspolitiker und Verbände nun mal Deutsche sind, und das italienische System sehr deutsch als umfassendes Überwachungsinstrument pervertieren werden, ohne sich um den Segen so einer ZTL im Verbund mit anderen Stadtkonzepten zu kümmern.

Das macht denen nichts. Das merkt bei uns keiner. Das Rad rechts gehört übrigens mir, mit dem fahre ich durch Mantua. Jüngste Aufschreie aus dem Automobilbereich haben gezeigt, dass Versuche mit Affen und Menschen für Empörung sorgen, und vielleicht sollte ich warten, bis etwas Gras über die Sache gewachsen ist, aber:.

Und zwar ist das so: Momentan werden hier aufgrund von ein paar Zufällen umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt, und in nächster Zeit sind daher ein paar Wohneinheiten zur Vermietung fertig.

Kennen Sie den Frankfurter Markt, kennen sie auch unseren, und dazu kommt, dass die Stadt ein Weltzentrum der technischen Innovation ist. Auch Ingenieure müssen irgendwo wohnen, und weil die Baustelle so offensichtlich ist — und nebenan eine Schule für höhere Töchter — komme ich vermehrt mit potenziellen Mieterinnen und Mietern in Kontakt.

So eine Art USB-Anschluss für Gerätekommunikation, und enorm wichtig, damit alle Geräte miteinander reden können, und natürlich per App steuerbar sind.

So ein Aha, wie man es auch hört, wenn man gegenüber dem gemeinen Volk über stilistische Unterschiede zwischen Duccio di Boninsegna und Giotto di Bondone spricht.

Ich kriege dann die Kurve und erkläre, warum ich den EEBUS gerade nicht will: Das sei zwar Stand der Technik, aber man müsste eben jedes Gerät, das man steuern möchte, mit dieser Schnittstelle erwerben, und niemand wisse da wirklich, wo die Reise hinginge.

Ich, betone ich, sei da ja nicht so, aber weil das eben ein grosses Thema ist, erwähne ich das eben. Nur zur Vorsicht. Tatsache ist, niemand, mit dem ich gesprochen habe, vom Geschäftemacher einer Asylunterkunft bis zum Fahrwerksentwickler, kannte das.

Eine, in Zahlen 1 Person, die viel mit Programmierung zu tun hat, konnte den Begriff einordnen. Wer überhaupt keine Ahnung davon hatte, waren dagegen die Handwerker.

Unter anderem eben auch die Heizungseinbauer, die das Kernstück des angeblichen Smart Homes liefern: Die Heizung, deren ferngesteuerter Betrieb per App immer als Paradebeispiel der tatsächlichen Anwendung gilt.

Der jungdynamische Singlemanager ruft nicht seine Nachbarn an, damit die nach seinem einwöchigen Trip zu den Produktionsanlagen von Vietnam rechtzeitig die Heizung aufdrehen.

Er macht das per Smartphone aus Hanoi, damit es schön kuschelig ist, und er gleich nach der Ankunft in den vorgefüllten Jacuzzi steigen kann, während die Mikrowelle schon mal das georderte Conveniance Food erhitzt — so sieht die Vision aus.

Die Praxis ist bei der Frage nach der Vernetzung des Boilers ein Kopfkratzen, und die Ansage, man werde da mal in der Firma fragen, ob und was es da gibt.

Hinweis: Unsere Heizung kommt von einem anerkannt guten Fachbetrieb, und gefragt habe ich auch den Schornsteinfeger, den Kaminbauer, und die normalen Handwerker.

Keiner kennt sich damit aus. Keiner machte den Eindruck, als ob er etwas damit zu tun haben wollte. Im Gegenteil, ich wurde gewarnt, man wisse ja nie, wie die Technik sich entwickle und wo die Reise hingeht.

Bei meiner Immobilie in München gab es übrigens jahrelange Debatten, ob man die Heizungen modern per Funk ablesen sollte, was inzwischen auch geschieht, aber bei meiner Immobilie am Tegernsee wehrt man sich nach Kräften gegen Umrüstung.

Stromablesung am Tegernsee geht so, dass ein Brief kommt, in dem ein Formular ist, dann geht man in den Keller, liest selbst ab, schreibt die Zahl in das Formular und schickt es briefpostalisch zurück an den Anbieter, wo vermutlich eine Fachkraft das Geschmier entziffert und manuell über Tastatur in das Verwaltungssystem einträgt.

Das ist Stand der Technik in einer der besten Wohnlagen des Landes. Es ginge sicher inzwischen anders. Der Druck, es zu ändern, ist nur nicht gross genug.

Oder anders gesagt, der Gewinn durch die Einrichtung scheint die Kosten nicht zu rechtfertigen. Wir hatten hier im letzten Herbst einen Wasserrohrbruch, und wenn man zwei Tage lang wieder Eimer in Wohnungen des 3.

Vor ein paar Jahren erwischte es einmal die Stromversorgung im ganzen Komplex, und das macht das moderne Leben tatsächlich schwer.

Die Telekom versagt seit über einer Woche beim Versuch, mir nach erfolgter Ankündigung neue Zugangsdaten für meinen Internetzugang am Tegernsee zu schicken.

Das ist nachteilig. Und manche wollen tatsächlich Lautsprecher mit Rückkanal, die es erlauben, verbal von zu Hause aus Bestellungen aufzugeben — man wird sehen, ob das Bestand hat, oder sich die Privatinsolvenzen häufen.

In der Realität trifft man auf Leute, die sich erst vor 6 Jahren einen neuen Herd und Kühlschrank geleistet haben, und keinesfalls alle technischen Geräte erneuern wollen.

Das machen sie Stück für Stück, wenn Geräte obsolet werden, aber so lange müssten sie die grundsätzlichen Kosten für die Vernetzung des Hauses tragen.

Wir als Vermieter könnten theoretisch Heizungssteuerung und elektrische Jalousien anbieten, der Rest müsste vom Mieter kommen.

Wenn der Mieter es aber nicht nachfragt — und es tut wirklich niemand — machen wir das auch nicht. Und damit steigt auch der Mieter nicht mit ein.

Es müsste einen gemeinsamen Willen von Handwerkern, Besitzern und Mietern geben. Aber zwei von drei Beteiligten finden alles ohnehin schon viel zu teuer.

Weshalb die Handwerker erst gar nicht das nötige Fachwissen haben. Dazu kommt noch etwas anderes: Auch bei uns merkt man deutlich die gestiegenen Ansprüche an den verfügbaren Raum: so wenige Leute wie momentan werden auch nach der Sanierung weiter Teile des Anwesens nie pro Wohnung gelebt haben.

Das Haus war früher ein gesellschaftlicher Kosmos mit diversen Älteren und Familien — heute leben hier durchwegs mitteljunge Menschen.

Und seit drei, viel Jahren werden die Mülltonnen zu klein, obwohl wir Wertstofftrennung mit dem gelben Sack haben. Die simple Wahrheit ist, dass wir für Pizzakartons und ähnliche Essensverpackungen allein die ganze Papiertonne verbrauchen.

Früher roch das ganze Haus am Mittag und am Abend nach Essen, heute merkt man es sofort, wenn doch mal jemand kocht. Kochen ist bei weitem nicht mehr alternativlos, es ist eine schwindende Kulturtechnik und wird im städtischen Raum — also dort, wo die jungen Innovativen leben — zunehmend als komplette Dienstleistung an Restaurants ausgelagert.

Und die Ökoeinkäufer, die ich vom Wochenmarkt kenne, sind zumeist auch eher zukunftsfeindlich, angefangen bei der Impfung bis zur Freude, dass der McDonalds in der Innenstadt, dieser Schandfleck, jetzt endlich verschwindet.

Genau diese Frauen wären aber auch die Innovationstreiberinnen, die ihre Männer auf die neuen Möglichkeiten hinweisen müssten.

Ist das wirklich so begehrenswert wie zwei Wochen Wellnessurlaub, die wegen des Smart Homes eingespart werden müssten? Aber in Deutschland herrscht immer noch ein Bild vor, als hätte es Relotius gepinselt.

Gewünschte Sichtweisen Wie der Migrationspakt die Meinungsfreiheit umgeht. Und bist du nicht willig, mache ich Aufklärungskampagnen und gebe Journalisten Fakten und Ergebnisse vor: Der Migrationspakt ist ein exzessives Ermächtigungspapier des Staates zur Wahrheitslenkung.

Neue Hiobsbotschaften aus Amerika belegen: Der politisch engagierte Millennial galt lange als Mediennutzer der Zukunft, aber als Goldesel taugt er nur bedingt.

Keiner kann in der Provinz überzeugen. Früher brauchte man Beweise. Heute reicht es, wenn die Vorwürfe Jahrzehnte zurückreichen und vage sind — und unter alten Bekannten findet sich immer einer, der noch eine Rechnung offen hat.

Hase, du bleibst hier Die Zivilgesellschaft meidet Chemnitz aus guten Gründen. Angeblich ist das Netz ein fantastischer Ort, um für politische Belange zu mobilisieren.

Aber bei Chemnitz stellt sich eher die Frage, ob asoziale Medien die Bürger nicht doch eher abschrecken. Hashtagaktivismus Die Moralkeulen am Spielfeldrand als neuer Nationalsport.

Vom Alman-Foulspiel zur metwo-Schwalbe: Im Wettbewerb um die lautesten Vorwürfe gegen die Deutschen sollten sich Aktivisten nicht wundern, wenn das Publikum dafür nicht mehr zahlen will.

Niemand verliert gern Prozesse. What is a world, beyond a container of a billion other worlds, all that which centered around centers, who center themselves on a fallacy of a higher realm beyond our understanding of reality.

I can't help think of my mother. Twenty-eight years, six months, and fifteen days ago a boy was born to a mother who was poor and shallow, whom also was morally and physically raped from her pureness.

As that child grew his face resembled more and more into his unknown father. As he grew his mother filled more and more with disdain and horror at his very site.

A young boy raised by a mother who secretly hated her son for looking like the man who raped her.

She saw it in his eyes, she knew her soon had the same eyes of that man who took her innocence. Her hatred for her child turned physical.

Even in his young mind he knew the disgust that hid behind his mothers eyes. She was on the way to her car after work. Brutally beaten and sodomized with a tire iron.

The left side of her face was left disfigured. Her body left naked behind the dumpster found by a morning jogger the next day.

The man left behind her with a child. She had just turned sixteen. Every time she looked at her son with those eyes peering back into her, made her stomach curdled with disgust.

Memories of that night haunted her forever. That boy was me, Jacob Friedrich. Twelve years earlier that boy sat in Dr. The boy was smart, some even considered him borderline brilliant, but he was self-indulged.

He kept to himself, had no real friends, and vastly socially ignorant. In retrospect he realized this even as a child, he always felt different from others.

An outsider looking in, always asking the questions why, why, why? His mother a year earlier overdosed. He was only fifteen when he found his mother face down on the bathroom floor.

Her tongue sticking out of her mouth, her face blue and covered in filmy vomit. The only feeling he felt for his dead mother was how ridiculous she looked dead with her tongue hanging out like that.

Weathers asked him how he felt that night he found his mother. The visits were court ordered. The boy was in and out of trouble.

The boy answered simply with 'embarrassed'. Weathers asked him lots of questions, this is how therapy works, questions about this, questions about that, answers for nothing.

The boy already asked a lot of questions, he found it somewhat relieving to be asked for answers instead of him asking and receiving none. Weathers clicked his pen and began jotting notes onto his legal pad.

The boy hadn't. Weathers basically described the therapy as a concept that everyone's life is one long story being told, it has its characters, plots, settings, all the basics.

The therapists acts as a narrator, asking the patient questions, pushing the story foreword. The catch is all based on 'perspective'. The narrator pulls the story into these different perspectives of the patients life, to open up different values, concepts, and ideals that perhaps the patient didn't realize, turning a positive spin on an otherwise negative perspective.

The boy played along, and in the end, even if Dr. Weathers never knew how much he had influenced the boy, he was changed.

Two years later from the boys last therapy session with Dr. Weathers, that boy hit a tree at sixty-five miles per hour. The metal frame of his small cutlass wrapped itself around the earthy wooden trunk of the thick oak tree.

His body was crushed, he flat-lined and died momentarily in the ambulance on the way to the hospital. The paramedics revived, him but Jacob Friedrich never came out of that state, that young boy died and I was reborn.

We shared the same name, the same past, but I never looked at the world the same again. You may think an event like that would be life altering.

It was. I realized then, I really had no control of my life story. I was not the artist paving away my narrative. I knew sure as hell there was no God acting as some muse inspired artist.

It was chaos, single and utter chaos. My life? The sentences is posed as a question, because all life is, is a series of questions, unknowns and variables, it's the blind leading the blind.

As soon as one opens his eyes and see's this place for its truths -like I have- we become exiled. We become Satanists, unchristian, evil-warmongers.

Give me peace of mind, and you can keep your warm puffy heavenly gates.

Deus ex Machina - Nachrichten, aktuelle Informationen und News. Dieses Blog gibt es schon seit ein paar Jahren, und noch nie habe ich hier eine Geschichte gestohlen. Das hier jedoch ist der letzte Beitrag an. Ruchlosigkeit wird dem Internet vorgeworfen, aber den scharfen Witz über Wulff will man trotzdem lesen: Die Erregung in Blogs und. Im Juli startete er zusätzlich den Blog Deus ex Machina, ebenfalls auf faz.​net. Auch hier trat er als Don Alphonso auf: „Ich schicke Don Alphonso in die.

Deus Ex Machina Blog gibt 5 Deus Ex Machina Blog und 5 Walzen. - Mehr Nachrichten

Weltkrieg oder in den Nah- und Mittelostkonflikten ganz erhebliche Gewalt ausübten und auch Menschen umbrachten, schon froh, Casino Linz sie später einmal vorsichtig über die Vergangenheit reflektieren.
Deus Ex Machina Blog Deus ex Machina (god from the machine) roared into Australia’s cultural consciousness in , with some neatly customised motorcycles and a quaint notion that doing something is more fun than just owning something. Deus ex Machina is a step bigger than a brand: it’s a culture. Deus Ex Machina Japan Official Online Store|デウスエクスマキナ 日本公式オンラインストアです。最新作や限定販売品も取り扱っております。Newsやオリジナルコンテンツも発信しています。. Deus ex Machina (god from the machine) roared into Australia’s cultural consciousness in , with some neatly customised motorcycles and a quaint notion that doing something is more fun than just owning something. Deus Ex Machina. A Theopolitical Blog. Enter your email address to follow this blog and receive notifications of new posts by email. Join other followers. The “Deus Ex Machina” blog in on the West Wall, “English Blogs”, slightly on the right “Deus Ex Machina” is the new, valiant effort of S. Armaticus, a brilliant poster on this blog and on Louie Verrecchio’s excellent “Harvesting The Fruit”. For what is worth, I vouch blindly for the quality of this blog. Das mag im Netz schlichtweg eine Folge der begrenzten Kommunikationsmöglichkeiten sein, zusätzlich erschwert durch den Umstand, dass alles Private und Persönliche inzwischen zusätzliche Angriffsflächen bietet. She did not know, but a Harper's fact-checker working on the story did? Die Kennzeichen, die zu Autos mit den theoretisch erträglichen Schadstoffmengen gehören, wie mein in der Stadt schnell mal 17 Liter saufender 3,5Liter-V6 mit PS, dürften dann straffrei fahren, während die verpeilte Oma King Games Online ihrem Fiesta 1,2D mit 54 PS und Minimalrente eine satte Strafe bekommt, dass sie sich einen Monat kein Essen mehr leisten kann. Die Nachwahlbescheidenheit der SPD ist offensichtlich Neueste Browsergames, sie will wieder in die Regierung, und statt Erneuerung sagt der Hauptverantwortliche für die Wahlniederlage, Eurojackpot Gebühren es jetzt weitergeht: Mehr innere Sicherheit bei weniger Datenschutz und gleichzeitigem Familiennachzug für Leute, die kein politisches Asyl erhalten haben, sondern nur subsidiär schutzbedürftig sind.

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